(Beitrag vom 30.05.2014 korrigiert am 31.05.2014)
Kalium, Zellen und die 5 biologischen Naturgesetze Um den Körper auf eine mögliche Übersäuerung zu überprüfen werden der Urin und das Blut herangezogen.Den Begriff Übersäuerung sollten wir vorab gleich durch Basenmangel ersetzen. Die Bestimmung der Körperflüssigkeiten erfolgt in der Regelmittels ph-Wert. Der pH-Wert: sagt aus wie viel Wasserstoff-Ione (H+) sich in einer Flüssigkeit befinden, je mehr desto saurer. „pH“steht für potentia Hydrogenii (Wasserstoff). Er beschreibt aber nur die Konzentration der H+ Ionen in der Lösung und gibt keine direkte Aussage über die Säurestärke einer Substanz. ![]() Wie jeder zu wissen scheint beschreibt pH-7 den Neutralpunkt. Das trifft aber nur auf mehrfach destilliertes Wasser zu. Fügt man Trinkwasser nur kleine Mengen von z.B. Calcium zu, entsteht eine Pufferlösung die Wasserstoff-Ionen (H+) bindet und die Säureaggressivität reduziert. Das Wasserstoff-Ion ist aber trotzdem noch vorhanden, schlägt nur nicht mehr durch den pH-Wert durch! Der echte Neutralpunkt, also Verhältnis Säure-Base 1:1, wird ebenfalls wie beim pH-Wert logarythmisch als sogenannter pks-Wert ausgedrückt. Um zu verstehen wie das Basen-Säure-Verhältnis im Blut tatsächlich ist müssen wir somit noch diesen entscheidenden Wert berücksichtigen. Der pks-wert: gibt an ob es sich bei einer Flüssigkeit um eine starke, schwache oder extrem schwache Säure handelt. „ks“ steht für Säurekonstante. Je niedriger der Wert um so stärker die Säure. ![]() Der Wert liegt bei einem relativen Blut ph-Wert von 7,4 bei kps 6,1 (pks 4,5 – 9 = schwache Säure). Gleicht man diese Werte ab ergibt sich ein Verhältnis von 20 Teilen Basen und 1 Teil Säure (20:1). Somit ist Blut in Wirklichkeit sogar stark basisch. Diagnostisch aber ist nicht der pH-Wert sondern die Pufferkapazität entscheidend. Um die Übersicht zu bewahren, muss man sich vor Augen halten dass sich saure Wasserstoff-Ionen (H+) und basische Kalium-Ionen (K+) in drei verschiedenen Kompartments aufhalten können.
Die Naturheilkundler postulieren immer, überschüssige Säuren würden aus dem Blut ins Gewebe abgeschoben. Das stimmt so nicht, denn die Grenze ist die Zellmembran. Das Blut enthält auch Gewebe und der Muskel Extrazellulärflüssigkeit. Wir müssen also nicht zwischen Blut und Gewebe unterscheiden, sondern zwischen intra-und extrazellulärem Raum! Kalium Kalium (K+): Dieser Name leitet sich vom arabischen "al kalja" ab, was Pflanzenasche bedeutet. Chemisch gesehen zählt man Kalium zum sogenannten Alkali-Metall obwohl es selber nicht alkalisch ist. Ein typisch intrazelluläres Kation, im Zellinneren etwa 30-40 mal höher konzentriert als draußen. Wofür ist Kalium im Körper wichtig? Kalium ist das wichtigste positiv geladene Teilchen (Kation) in der Zelle. Es ist daher entscheidend für das sog. Membranpotential der Zellen, das sich eine elektrische Spannung zwischen dem Zellinneren und dem Raum außerhalb der Zelle ergibt. Dieses Konzentrationsgefälle hält ua. das Ruhepotential der erregbaren Nervenzellen aufrecht. Dieses ist für die Weiterleitung von Nervenimpulsen, für den Herzrhythmus und für die Muskelarbeit wichtig. Kalium ist der entscheidende Faktor um eine Azidose und Sauerstoffmangel aller Zelltypen zu verhindern. Wie kommen wir zu Kalium? Kalium wird über die Nahrung aufgenommen. Es ist in fast allen Lebensmitteln vorhanden. Viel Kalium ist in Obst (bes. in Bananen, Marillen und getrocknetem Obst) und Gemüse, aber auch Fleisch und Milch enthalten nennenswerte Mengen. Jedoch belasten tierische Produkte den Körper stark, sie sind Säurebildner und fördern die Azidose. Wie wird der Kaliumspiegel reguliert? Ein zuviel an Kalium im extrazellulären Raum (Blut, Lymphe, Bindegewebe) wird in die Zelle verschoben. Bei zu wenig Kalium im extrazellulärem Raum wird es aus der Zelle verschoben, Wasserstoff-Ionen (H+) wandern hinein und säuern den intrazellulären Raum. Das Hormon Aldosteron unterstützt die Ausscheidung von zuviel Kalium über die Niere (Urin) aus extrazellulär. Wenig Kalium in der Zelle, zuviel im extrazellulären Raum (Verteilungsstörung): Nicht optimal. Lokal nach einem DHS (Schockmoment), bei kaliumarmer Ernährung, Azidose ua. bei stark erhöhtem Blutzucker (Ketoazidose) oder Urämie (Nierenversagen), Medikamenteinnahme wie Digitalis und Beta-Blocker, Zerstörung der roten Blutkörperchen (z.B. bei Vergiftung), Muskelzerstörung (Muskelkater, Verletzung, Alkohol..). Bei Ausscheidung von zuviel Kalium aus Blut, Lymphe und Bindegewebe über die Nieren wird der Urin basisch, aber die Zellen sind übersäuert!
Die Säure versteckt sich in der Zelle! Eine pH-Messung des Blutes, ob im Plasma oder Vollblut gemessen, erfasst immer nur den extrazellulären Raum aber nicht die Zelle . Die intrazellulären H+ Ionen bleiben dem Meßgerät des Arztes also verborgen. Und das ist die Falle die viele Irrtümer zur Folge hat.Bei einem Kaliummangel wandern die Wasserstoff-Ionen (H+) anstatt der Kalium-Ionen in die Zelle und der Patient handelt sich eine nicht erfasste, intrazelluläre Azidose ein. Die H+ Ione verschwinden aus dem Blut und man diagnostiziert eine Alkalose als Folge des Kaliummangels. Doch richtig ist es nur für das Plasma, die Zelle aber ist sauer. Diese intrazelluläre Azidose ist deswegen so gefährlich, weil sich die hinter der Zellmembran verschanzten H+ Ionen meßtechnisch nicht vom Arzt und auch nicht mehr von den Meßfühlern der Niere erfassen lassen. Die Kontroll-und Ausscheidungsmechanismen des Körpers versagen. Die intrazelluläre Säure wird weder erkannt noch ausgeschieden, eine optimale Funktion der Zellen ist nicht mehr gewährleistet und es kommt zu einer Einschränkung der Körperfunktionen. Die Zellen entsäuern! Forscher wie Teubner oder Simpson haben bereits 1974 anhand verschiedener Parameter aufgezeigt, was bei Hunden passiert, wenn dem Futter Kalium entzogen wird. Während einer kaliumfreien Diät sinkt im Blut die Basenkonzentration, weil nach dem Verschwinden der Säuren (H+) ins Zellinnere diese Base verstärkt ausgeschieden wird. Im Urin sinkt die Netto-Säure-Exkretion und der pH-Wert steigt. Interessant wird das Geschehen aber erst, nachdem dem Futter wieder Kalium zugesetzt wurde. Die Säureexkretion steigt rapide an und der Urin-pH sinkt tief in saure Bereiche weil Säure (H+) die Zelle verlässt und Kalium wieder einwandert. Das zeigt deutlich, dass die sauren Anteile im Körper versteckt waren und durch ausreichend Kalium der renalen Ausscheidung wieder preisgegeben wurden. Daraus zieht man falsche Schlüsse aus richtiger Beobachtung, man meint der Körper (Zelle) sei sauer anstatt sich zu freuen. Eine wirksame Entsäuerung der Zelle setzt also zwingend ausreichend Kalium voraus. Eine funktionstüchtige Niere, die regelmäßig Urin ausscheidet, ist ebenfalls wichtig. Die Säureausscheidung wird an der Niere durch das zinkhaltige Enzym Carboanhydrase gesteuert. Ist dieses Enzym inaktiv, bei einen Zinkmangel oder durch den Einsatz von Diuretika vom Typ Carboanhydrasehemmer, dann bleibt die Säure im Plasma (extrazellulär) und gelangt nicht in den Urin. Auch Zink gehört also zu einer wirksamen Entsäuerung. Um einen eventuellen Überschuss an Kalium ausscheiden zu können, ist das vom Hormon Aldosteron, welches in der Nebennierenrinde produziert wird, von Bedeutung. Entgegen vieler Meinungen säuert auch Getreide nicht, im Gegenteil es entsäuert. Wie obiges Beispiel aufzeigt zog man einfach falsche Schlüsse aufgrund des sauren Urins. Erst große Mengen von stark eiweißhaltigem Getreide wie Soja und vor allem alle tierisches Eiweiße lassen die Säurebilanz steigen. Der Vegetarismus lässt grüssen! Einige leicht verwertbare, kaliumreiche Nahrungsmittel per 100ml/g:
Säurebilder und schwer verwertbare Lebensmittel:
PS: Die Verdauung beginnt im Mund. Nahrung sollte gründlich gekaut und eingespeichelt werden! Die Zelle ist eine Kaliumbatterie Wie man jetzt erkennen kann, ist eine ausreichende Zufuhr von Kalium, Natrium und Zink besonders wichtig für eine optimale Zellfunktion und Ausscheidung von Säuren aus Zelle und Gewebe. Unsere Körperzellen sind sozusagen kleine Kaliumbatterien und haben eine negative Spannung im Zellinneren. Durch den Ladungsunterschied zwischen der Innen-und Außenseite der Zellmembran entsteht ein Ruhepotential von ca. minus 60 Millivolt bis minus 90 Millivolt, je nach Zelltyp. Für die Aufrechterhaltung des Ruhepotenzials, darunter versteht man den negativ geladenen Zustand einer unerregten Nervenzelle, ist eine ungleiche Verteilung von Wasserstoff-und Kalium-Ionen zwischen intra-und extrazellulärem Raum notwendig. Beide Ionen können die Zellwand passieren. Ein sehr hoher Anteil von Kalium-Ionen (K+) und ein sehr kleiner von Wasserstoff-Ionen (H+) in der Zelle ist entscheidend. Herrscht ein Ungleichgewicht, zuviel H+ Ionen und zu wenig K+ in der Zelle durch Kaliummangel, entsteht die versteckte Zellsäuerung. Die Zelle kommt Ihrer Funktion nicht mehr optimal nach, diverse Prozesse sind somit eingeschränkt. Ein unerwartetes Ereignis (DHS), das ein Sonderprogramm startet, scheint in Konfliktaktivität am lokalen Gewebe durch einen elektr. Impuls das Gewebe aus dem Gleichgewicht zu bringen. Dadurch ist auch die Verteilung der Ionen gestört, K+ wandert hinaus H+ hinein, die Zelle säuert und Sauerstoffmangel entsteht. Diese lokale Unterfunktion („Mangel“) lässt nach Ekto-Schema die Haare langsam ausfallen. Nach Lösung des Trennungsschocks und der gespeicherten Schienen (Begleitumstände) kann man die Haut auch von außen unterstützen um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Frisch gepresster Kohlsaft (Weißkohl, Wirsingkohl) mit hohem Kaliumgehalt kann durch tägliches einmassieren diesen Prozess unterstützen, weil die Haut nach einiger Zeit den Kohlsaft aufnimmt. So können die benötigten Kalium-Ionen die Zellmembran passieren. Lymphe und Blut sind wie der Kohlsaft eine kolloidale Flüssigkeit, beinhalten also fein verteilte, schwebende Kleinstpartikelchen, 60.000 mal kleiner als ein rotes Blutköperchen! Aufgrund dieser besonderen Zusammensetzung können sich kolloidale Flüssigkeiten nur mit anderen Kolloiden binden. ![]() Zum Autor:
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